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Studienalltag - Berichte
Das Hechtenloch auf dem Weg zur Pfeifengraswiese - eine Bachelorarbeit
Christian Meier, Umweltingenieur-Student, untersuchte Flora und Vegetation einer renaturierten Fläche an der Aare.
Im Hechtenloch bei Rubigen, zwischen Thun und Bern, hat die Stiftung Aaretal im Winter 2009/10 auf einer 5 ha grossen, vormals landwirtschaftlich intensiv genutzten Fläche versucht den ursprünglichen Charakter einer Aareschlaufe, mit offenen Wasserflächen, Kiesbänken und Feuchtwiesen wieder herzustellen.
Zur Erfassung der Vegetationsentwicklung hat Christian Meier im Rahmen einer Semester- und Bachelorarbeit für das Hechtenloch ein Monitoringkonzept erstellt und 50 Dauerbeobachtungsflächen von 1 m x 1 m im Gelände markiert. 2011 erfolgte die erste Aufnahme von Flora und Vegetation.
Zwei Jahre nach Abtrag des Oberbodens wurden auf der Renaturierungsfläche bereits 163 Gefässpflanzenarten gefunden, darunter neun Rote Liste-Arten (Schweiz), sowie zwei seltene Pionierarten. Die Hälfte der Pflanzenarten sind typische Vertreter der Ruderal- und Halbruderalfluren. Aber auch drei invasive Neophytenarten der Schwarzen Liste haben sich bereits etabliert. Auf den 50 Dauerbeobachtungsflächen hatte die Vegetation im Herbst 2011 bereits einen mittleren Deckungsgrad von 34%.
Die Besiedelung des neu geschaffenen Lebensraums ist in vollem Gang. Um im Hechtenloch den Erfolg, sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Renaturierungs- und Pflegemassnahmen aufzuzeigen, ist eine wissenschaftliche Begleitung wichtig. Dies ist die erste von hoffentlich vielen weiteren jährlichen Erhebungen. Ob die Vegetationsentwicklung künftig im selben Rahmen verfolgt werden kann, hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich Studierende der ZAHW für dieses Projekt interessieren und das Monitoring weiterführen.
Die Resultate dieser Bachelorarbeit wurden als wissenschaftliche Mitteilung zur Veröffentlichung bei der Naturforschenden Gesellschaft in Bern eingereicht.
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